Die Workshopauswahl


Wir freuen uns, Ihnen auf den nächsten Seiten unser Workshopangebot präsentieren zu dürfen. Wir bitten Sie, aus den Blöcken A, B und C jeweils nur einen Workshop und einen Alternativworkshop auszuwählen.

Bei der inhaltlichen Auswahl Ihrer Workshops können Sie sich an folgenden Kategorien orientieren:

Makro
Wie hält man sich und das Unternehmen offen für Neues? Und welche Rahmenbedingungen bewegen Gesellschaft und Familienunternehmen heute und in Zukunft? Hier wird all dies mit Querdenkern, Wissenschaftlern und Familienunternehmern kritisch diskutiert.

Mikro
Welche Konzepte gibt es schon heute, die auf konkrete Herausforderungen in einzelnen Funktionen des Unternehmens ungewöhnliche, aber vielversprechende Antworten bieten?

Klassik
Die „Dauerbrenner“ für Unternehmerfamilien und Familienunternehmen – angereichert mit neuen Herangehensweisen und frischen Perspektiven!

International
Der ganz praktische Schritt ins Neuland – ob nach China und Indien oder „nur“ ins europäische Ausland. Welche Herausforderungen und Chancen bieten sich gerade für Familienunternehmen?
- Mit freundlicher Unterstützung der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH -
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A01 Zufallstreffer - Innovation durch konsequentes Chancenmanagement I Dr. Jens Braak
Menschen treiben Entwicklungen voran. In der richtigen Umge­bung bringen sie Neues mit Leidenschaft, Kreativität und Be­harr­­lichkeit hervor. Dabei hilft ihnen der Zufall, ohne den es keine Innova­tionen wie Röntgengeräte, Penicillin, Porzellan oder Haftzettel gäbe.

Um dem Zufall systematisch eine Chance zu geben, lohnt sich die Einführung eines konsequenten Chancenmanagements. Es erzeugt
Innovationspotenziale, mit denen Unternehmen neue ­Produkte, Verfahrensweisen, Zielgruppen oder gar komplett neue Märkte entwickeln können. Eine Herausforderung gerade für etablierte Unternehmen!

Das Innovationspotenzial von Unternehmen lässt sich auf der Basis des Chancenmanagements messen. Es zeigt Stärken und Schwächen und liefert konkrete Vorschläge für eine effiziente Weiter­entwicklung. Für die Geschäftsführung ein wirksames Tool, um die Innovationsfähigkeit systematisch zu fördern.

• Ohne Zufall keine Innovation

• Chancenmanagement als kraftvolle Innovationsstrategie

• Messung des Innovationspotenzials in Unternehmen

 

Dr. Jens Braak
(53) ist promovierter Physiker. Als Hochleistungscoach und Zufallsexperte berät er seit 1992 Unternehmen. Er ist Autor des Buches eine Methode zur Messung und Verbesserung des Innovationspotenzials in Unternehmen entwickelt.

A02 Kraftvolle Schwächen - Neue Wege in der Personalpolitik I Dirk Müller-Remus
Viele Familienunternehmen stehen vor der Herausforderung, vor dem Hintergrund einer schrumpfenden Demografie und wachsenden Bedarfs genügend Fachkräfte für immer komplexer werdende Tätigkeiten gewinnen zu können.

Gleichzeitig verstehen gerade Familienunternehmen sich als Verantwortung tragenden, regional verwurzelten und sozial engagierten Teil der Gesellschaft.

Dieser Workshop soll zeigen, wie es gelingen kann, diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, wenn es gelingt, den eigenen Blick offen zu halten:

Mit dem von ihm gegründeten Unternehmen auticon gelingt es Müller­-Remus, Asperger-Autisten eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bieten, indem der bisherige Blick auf die Schwächen dieser Menschen abgelöst wird von einem auf die Stärken derselben. Er wird berichten, welche positiven Erfahrungen auf beiden Seiten möglich sind, wenn sie auf externen IT-Projekten bei Unternehmen eingesetzt werden, aber auch, welche Herausforderungen dabei gemeistert werden müssen. So kann anhand dieses konkreten Beispiels diskutiert werden, wie es gelingen kann, im Zuge einer fortschrittlichen Personalpolitik soziale mit unternehmerischen Zielen zu verbinden.

 

Dirk Müller-Remus
(56) arbeitete nach dem Studium
der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik in Frankfurt a.M. als Softwareentwickler und Projektleiter bei der Siemens AG, wechselte als Leiter Business Reengineering, CIO und Mitglied der Geschäftsleitung zu ­Aastra DeTeWe bevor er als Geschäftsführer zu NovaVision ging. 2011 gründete der Vater von vier Kindern, eines davon mit Asperger-Autismus diagnostiziert, das Unternehmen auticon.

A03 Radikale Umbrüche zwischen Chaos und Ordnung - „I know a change is gonna come“ I Prof. Dr. Arist v. Schlippe, Dr. Philip Eigen
„Das einzig Stabile ist der Wandel“ – das sagt sich so leicht. Doch in einer Umbruchsituation, in der alles, was bisher Stabilität und Sicherheit gab, verloren geht, ist ein solcher Spruch nicht immer hilfreich. Erst im Nachhinein, wenn man zurückschaut auf das, was man überstanden hat, kann sich ein Veränderungsprozess als sinnvoll zeigen und das, was vielleicht als katastrophal erlebt wurde, erweist sich als Chance für einen neuen Aufbruch. Ohne Phasen der Instabilität lassen sich keine neuen Ordnungszustände finden, zugleich erleben wir genau das als hoch bedrohlich. Wenn beispielsweise ein Unternehmen in seiner Existenz ­bedroht ist, geht oft viel Kraft und Energie in die Versuche, sich dem unauf­haltsamen Wandel entgegenzustellen, den kritischen Prozess umzukehren. Die Spannung zwischen Chaos und Stabilität ist für die Beteiligten oft enorm kräftezehrend. Der Workshop zeichnet die Phasen eines Prozesses nach, der in eine Insolvenz mündete – und zeigt, dass eine solch einschneidende Zäsur weder für das Unternehmen noch persönlich den „absoluten Endpunkt“ darstellen muss – es gibt immer ein „danach“. Veränderung ist unausweichlich, sich ihr zu stellen, fordert die ganze Person und
ihr Umfeld.

 

Prof. Dr. Arist v. Schlippe
Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Systemischer Familien­therapeut. Inhaber des Lehrstuhls „Führung und ­Dynamik von Familienunternehmen“ an der ­Privaten Universität ­Witten/­Herdecke, davor 23 Jahre im Fachgebiet Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Osnabrück tätig. Derzeit akademischer Direktor des Wittener Instituts für Familien­unternehmen (WIFU).
Dr. Philip Eigen
40 Jahre, verheiratet, vier Kinder.
Ausbildung zum Werkzeugmechaniker, Studium der Ökonomie an der UW/H, später berufsbegleitende Promotion am WIFU. Von 2001 bis 2012 geschäftsführender Gesellschafter in einem Familienunternehmen. Seit 2012 Geschäftsführer der CGR B-E GmbH. Das Unternehmen produziert in Mettmann im Rheinland mit rund 100 Mitarbeitern Stanzteile, Steckverbinder und Baugruppen für die Automobilindustrie.

A04 Wirtschaftsspionage – die Gefahren des Neulands I Michael von Hagen, Reinhard Vesper
Wenn Unternehmen und Unternehmer Wagnisse eingehen und mutig Neuland betreten, entstehen daraus nicht selten innovative Produkte, Dienstleistungen und Lösungen, die das Unternehmen erfolgreich machen und halten.

Gerade die rapide Entwicklung des Internets bietet ein Potenzial, dass kein Unternehmen ungenutzt lassen kann. Geschäftlich genutzte Privatgeräte, Cloud Services, Onlinebanking & Co. können nicht nur die Prozesseffizienz stark erhöhen. Aber was ist der Preis dafür?

Nachrichtendienste und konkurrierende Unternehmen haben es auf Ihr Know-how abgesehen. Klassische Angriffsmethoden und neue technische Möglichkeiten geben den Angreifern vielfältige Möglichkeiten, sich Ihre „Kronjuwelen“ anzueignen. Erfahren Sie mehr über Protagonisten der Spionage, ihre Mittel und Methoden und vor allem: was Sie dagegen tun können.

In diesem Workshop sollen Ihre ganz persönlichen Fragen Gehör finden. Detailgenauer, wo Sie tiefer fragen und knapp, wo bereits größere Klarheit herrscht. Gestalten Sie die Ausrichtung und den Verlauf des Workshops aktiv mit!

 

Michael vom Hagen
ist seit 1988 im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beschäftigt und befasst sich im Rahmen des Konzepts „Prävention durch Information“ seit 2008 mit Aufgaben im Wirtschaftsschutz. Der präventive Schutz vor den Risiken der Spionage ist mittlerweile eine wesentliche Säule der Spionage­abwehr des BfV.
Reinhard Vesper
ist als Referent für Wirtschaftsschutz im Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen seit 2001 verantwortlich für die Abwehr von Wirtschaftsspionage beim Verfassungsschutz.
Er ist nach mehrjähriger Tätigkeit bei der Kriminalpolizei, u.a. im Bereich Wirtschaftskriminalität, 1987 zum nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz gewechselt und hat sich bei der operativen Abwehr von Spionage umfangreiches und praxisorientiertes Expertenwissen angeeignet.

A05 Die Familienstrategie im Kontext Mentaler Modelle der Unternehmerfamilien I Mathias Stinnes, Dr. Tom A. Rüsen
Unternehmerfamilien entwickeln über Generationen unterschiedliche zentrale Denklogiken, Vorstellungen und Werthaltungen. Familienintern haben diese Mentalen Modelle die Qualität von Glaubenssystemen. Auf ein solches Mentales Modell wird sich unausgesprochen „geeinigt“ und bestimmt die Organisationsform genauso, wie die Frage danach, wie diese verändert werden kann.

Eine Infragestellung des Mentalen Modells erfolgt häufig im Rahmen des Generationenübergangs.

Das mag erklären, warum ein Familienunternehmen gerade in ­einer solchen Situation so verwundbar ist: Es geht nicht einfach um den Übergang in die nächste Generation, sondern oft auch um mehr, nämlich darum, wie sich das Verhältnis von Familie und Unter­nehmen und die Beziehungen der Familienmitglieder untereinander gestalten sollten.

In Abhängigkeit von den Bedingungen in Familie und Umwelt kann sich das jeweilige Mentale Modell sowie die darauf ausgerichtete Familienstrategie grundlegend verändern.

Anhand der über 200-jährigen Entwicklungsgeschichte von ­Firma und Familie Stinnes sowie dem Theoriekonzept der ­Mentalen Modelle werden von den Referenten verschiedene familien­strategische Überlegungen beleuchtet. Die Workshopteilnehmer erhalten die Gelegenheit, das eigene Mentale Modell zu bestimmen und entsprechende Anforderungen an das eigene Management-­System der Unternehmerfamilie herauszuarbeiten.

 

Mathias Stinnes
(72) ist in achter Generation Familienunternehmer und geschäftsführender Gesellschafter in der Fa. Hugo ­Stinnes. Die Familiengeschichte enthält einen Reichtum an Erfahrung über alle Höhen und Tiefen des Unternehmertums. Die über Jahre gesammelten Erfahrungen können bei Überlegungen über langfristiges Überleben von Familienunternehmen nützlich sein.
Dr. Tom A. Rüsen
ist geschäftsführender Direktor des Wittener Institutes für Familien­unternehmen (WIFU) und Vorstand der gemeinnützigen WIFU-Stiftung. Nach seinem Studium war er mehrere Jahre in der Restrukturierungs- und Sanierungsberatung tätig. Schwerpunkt seiner Forschungs-/Lehr-, Beratungs- und Publikationstätigkeit bildet die Untersuchung von Konflikten und Krisen in Familien und Unternehmen von Familienunter­nehmen sowie die Implementierung von Familien-­Management-­Systemen.

A06 Impact Investing - Gutes tun und dabei Geld verdienen? I Birgit Heraeus, Dr. Peter W. Heller, Dr. Felicitas von Peter
Impact Investing, also das Investieren in Organisationen, die sowohl eine positive soziale und/oder ökologische Wirkung als auch eine finanzielle Rendite anstreben, begeistert immer mehr Menschen. Die Erwartung, Gutes zu tun und das dabei eingesetzte Kapital mindestens wieder zurückzuerhalten, macht Impact Investing für viele Spender und soziale Investoren attraktiv.

Ist Impact Investing ein neuer Weg, um gesellschaftliche Probleme wie Kinderarmut, Integration von Minderheiten oder Jugendarbeitslosigkeit zu lösen und trotzdem eine finanzielle Rendite zu erzielen? Kann diese neue Investitionsform mehr erreichen als das reine Stiften oder Spenden? Wie definieren Investoren ihren Erfolg? Zwei Vorreiter und erfahrene Impact Investoren diskutieren, welches Neuland wir durch Impact Investing betreten – und was Stiftungen wie Unternehmen davon lernen können.

 

Birgit Heraeus
arbeitet seit 2012 bei der ­Herrenknecht AG und ist im Ge-schäftsbereich Utility Tunneling (Versorgungstunnel) verantwortlich für die Geschäftsentwicklung in Afrika. Zuvor war sie im Bereich Social Business für den Nobelpreisträger Muhammad Yunus tätig. Birgit Heraeus hat einen MBA der Columbia Business School und einen Bachelor der WHU Otto Beisheim School of Management.
Dr. Peter W. Heller
studierte Wirtschafts­wissenschaften und Philosophie in St. Gallen, ­Lausanne und Freiburg. Von 1990 bis 1997 arbeitete er als Beigeordneter Bürgermeister für Umweltschutz in der Stadtverwaltung von Freiburg.
Er ist Mitbegründer der 1997 gegründeten CANOPUS Stiftung, einer gemeinnützigen Familienstiftung, die sich am Konzept der „Venture Philanthropy“ orientiert. Peter Heller ist Pionier in der Nutzung von Impact Investment im Bereich der Elektrifizierung, insbesondere in Entwicklungsländern.
Dr. Felicitas von Peter
ist Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin von Active Philanthropy, einer Plattform für Familien und Einzelpersonen, die ihre Ressourcen strategisch und nachhaltig für gute Zwecke einsetzen wollen. Davor war sie sieben Jahre bei der Bertelsmann Stiftung tätig. Sie ist ein Young Global Leader des World Economic Forum.

A07 Familienunternehmen in Entwicklungsländern: Wie es gelingen kann – und woran es scheitert I Dr. Alexander Blumhardt, Daniel Nottbrock, Cornelius Thor
Die Verschiebung von Grenzen, die Erkundung von Neuland macht den Unternehmer zum Unternehmer. In diesem Workshop soll das Betreten von Neuland im Wortsinn betrachtet werden: Investieren in Entwicklungs- und Schwellenmärkten.

Viele Unternehmen geben sich diesbezüglich zurückhaltend. Und das zu Recht: Ungewissheiten und Unsicherheiten bezüglich der lokalen Gegebenheiten sind nicht zu unterschätzende Faktoren. Neben den Risiken bergen fremde Märkte großes Potenzial für ­einen erfolgreichen Ausbau des Geschäftsmodells. Diese Ambivalenz wird in Form eines Workshops aufgegriffen. Die DEG skizziert mögliche Herangehensweisen und eigene Erfahrungen bei dem Betreten von Neuland. Aus Sicht des Fondpassagiers, der finanziert und berät, nicht aber steuert, werden beobachtete Erfolgs­faktoren dargelegt.

Wichtiger aber sind die Wahrnehmungen der Unternehmer. Was für Chancen, Besonderheiten, aber auch Risiken bieten Stand­orte in fremden Märkten? Am konkreten Beispiel von Russland treten zwei Antagonisten in die Diskussion: Ein Unternehmer, der den Markteintritt als vergleichsweise reibungslos empfand und ein Unter­nehmer, dessen Geduld durch die lokalen Gegebenheiten auf die Probe gestellt wurde.

Es geht nicht darum, Erfolgsgeschichten zu zeichnen und Eupho­rie zu streuen. Sinn und Zweck ist es, durch Differenzen und Kontraste maximale Klarheit zu erreichen, um so realistisch einzuschätzen, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Standort­erweiterung essentiell sein könnten.

 

Dr. Alexander Blumhardt
war von 1995 bis 2006 bei der Firma Knauf (Iphofen) Leiter der Rechtsabteilung GUS und leitete anschließend das Gruppencontrolling Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Seit 2012 ist Herr Dr. ­Blumhardt in der Funktion des Bevollmächtigten für die GUS bei den geschäftsführenden Gesellschaftern mit allen unternehmerischen Fragen zur Region GUS beschäftigt.
Daniel Nottbrock
ist seit über zehn Jahren im Tönnies-
Konzern für den Bereich Finanzen verantwortlich. Er verfügt über mehr-
jährige Erfahrung in der Ressourcenplanung, der Konzeption und Realisierung von mittelfristigen Planungsinhalten und -prozessen sowie der Bereichsleitung bei qualitativen und quantitativen Analysen in finanzstrategischen Themen.
Cornelius Thor
leitet das deutsche Geschäft der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln. Die DEG, ein Unternehmen der
KfW-Bankengruppe, finanziert und strukturiert seit 50 Jahren Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenmärkten.

A08 Neue Wege in der Unternehmensfinanzierung I Gerald Hörhan, Herfried Neumeister, Prof. Dr. Rudolf Wimmer
Familiengeführte Unternehmen haben ihre ganz eigenen Finanzierungsgewohnheiten (eine Präferenz für die Möglichkeiten der
Binnenfinanzierung, für die Nutzung von Gesellschafter-Darlehen, für das Repertoire des klassischen Bankkredits von der Hausbank und eine reservierte Haltung gegenüber externen Gesellschaftern). Sie dienen alle dem zentralen Ziel der langfristigen
Sicherstellung der eigenen unternehmerischen Unabhängigkeit. Mit Blick auf den aktuell in Gang befindlichen Strukturwandel des Kredit- und Finanzsektors werden allerdings alternative Formen der Finanzierung und damit einhergehend ein genaues, aktuelles Finanzreporting immer wichtiger (Factoring, Mittelstandsbonds, Private Placement, Private Equity, Mezzaninkapital etc.). Auch hier gilt es, sich als Familienunternehmen dem Neuen zu öffnen.

In diesem Workshop werden diese Finanzierungsalternativen vorbehaltlos auf den Prüfstand gestellt, ihre Vor- und Nachteile eingehend diskutiert und anhand eines Unternehmensbeispiels im Detail durchgesprochen. Wir arbeiten gemeinsam die unternehmensinternen Voraussetzungen für den Einsatz solcher Finanzierungslösungen heraus, wir definieren die Anlässe in der Unternehmensentwicklung und im Gesellschafterkreis, auf die solche Alternativen eine brauchbare Antwort darstellen. So soll ein ­Gefühl dafür entstehen, wann und auf welche Weise es ratsam ist, als Familienunternehmen in diese alternativen Finanzierungsräume vorzustoßen.

 

Gerald Hörhan
1975 in Wien geboren, absolvierte als Bachelor of Arts in Wirtschaft und als Master in angewandter Mathematik mit magna cum laude die Uni- versität in Harvard. Seit 2003 selb­- ständiger Investment Banker und Teileigentümer der ­Pallas ­Capital ­Holding AG, einem internationalen Corporate Finance Unternehmen. Gerald Hörhan ist Buchautor der Werke „Investment Punk“, ­„Gegengift“ und „Null Bock Komplott“.
Herfried Neumeister
1970 in Graz geboren, hat eine wirtschaftliche und landwirtschaftliche Ausbildung. Seit 2001 Unternehmer, Haupteigentümer und Konzernleiter der AGRIA Firmengruppe – eine Unternehmensgruppe, die sich europaweit mit dem Pflanzenschutz und der Düngung bzw. der Pflanzen­produktion als Ganzes befasst, auf Nachhaltigkeit und Innovationen setzt.
Prof. Dr. Rudolf Wimmer
apl. Professor am Wittener Institut für Familienunternehmen. Gründungs­professor des Instituts und seit 2012 Vizepräsident der Universität Witten/Herdecke. 1988 Mitbegründer der osb, Gesellschaft für systemische Organisations­beratung und Partner der osb ­international AG. Mitglied im Aufsichtsrat diverser Familienunternehmen und Autor zahlreicher Publikationen zu Fragen von Management und Führung sowie der Strategie- und Organisations­entwicklung.

A09 Erfinderisch sein für die Energie von morgen I Dr. Claudia Thomsen
Die Entwicklungen rund um die Energiefrage unserer Zeit bringen schon heute weitreichende Folgen für deutsche Familien­unternehmen mit sich. Auch in Zukunft werden die ­Entscheidungen, die heute in diesem Zusammenhang getroffen werden, über den Wohlstand unserer Gesellschaft, das Wachstum unserer Wirtschaft und den Zustand unserer Umwelt entscheiden.

Die Substitution von fossilen Energieträgern durch Biokraftstoffe ist ein wesentlicher Teil dieser Debatte. Die Reserven fossiler Energieträger sind begrenzt, Umweltverschmutzung und Klimawandel schreiten alarmierend voran. Doch der Kampf gegen den Klimawandel und für saubere Energie bringt erhebliche Kosten mit sich. Gerade für Unternehmen aus energieintensiven Branchen.

Biokraftstoffe aus Mikroalgen sind ein solches Substitutionsgut für konventionelles Öl und Gas. Als „Das grüne Wunder“ und „Hoffnungsträger der Energiewende“ werden die mikroskopisch kleinen Süßwasseralgen bezeichnet, die Anwendung als Biodiesel sowie in der Kosmetik- und pharmazeutischen Industrie finden.

Woher rührt der Hype um die winzigen, grünen Pflanzen? ­Welche Eigenschaften bringen sie mit sich, dass sie gegenüber Biomasse aus herkömmlichen Quellen wie Raps, Mais und Soja so heraus­stechen? Und wie können Unternehmen in der Zukunft vom
Potenzial der Mikroalgen profitieren?

In diesem Workshop soll sich mit einem der erfolgversprechendsten regenerativen Rohstoffe beschäftigt werden und dem ­Nutzen, den Familienunternehmen in Zukunft durch ihn generieren könnten.

 

Dr. Claudia Thomsen
ist Geschäftsführerin und Mit­gründerin der Phytolutions GmbH. Nach ihrem Grundstudium der Biologie studierte und promovierte sie 1993 in Kiel im Fach Biologische Meeres­kunde mit Schwerpunkt Phytoplankton und Geochemie.
Bis zu ihrer Tätigkeit im Greenhouse Mitigation Project der Jacobs University arbeitete sie an unter­schied­lichen meereskundlichen Instituten in Kiel, ­Großbritannien, Norwegen und den USA.

A10 Der Weg in die aktive Gesellschafterrolle I Michael Düsterberg, Otto W. Obermaier
Nichttätige Gesellschafter mit maßgeblicher Beteiligung sind oft mit dem Problem konfrontiert, aufgrund der Distanz zum Tages­geschäft nur begrenzten Einfluss auf wichtige Weichen­stellungen im Unternehmen ausüben zu können. Die von den Organen (­Führung und Aufsicht) getroffenen Entscheidungen betreffen allerdings den Vermögenswert aller Eigentümer.

Michael Düsterberg ist Aktionär der apetito AG und repräsentiert einen von vier Stämmen, die sich in der zweiten Generation ­bildeten. An seinem Beispiel wollen wir darstellen, wie er mit dem oben beschriebenen Dilemma umging. Dabei werden insbesondere zwei Bereiche betrachtet, mit denen Michael Düsterberg Neuland betrat:

Zum einen den persönlichen Weg von Herrn Düsterberg aus der Funktion des nicht im Unternehmen tätigen, extern engagierten Rechtsanwalts in den Aufsichtsrat der Gesellschaft.

Zum anderen richtet sich der Blick auf seine zunehmende Einflussnahme auf Ausrichtung und Arbeitsweise des vom Gründer eingerichteten Aufsichtsgremiums. Als konkretes Thema greifen wir dabei die kürzlich erfolgte Neubesetzung mehrerer Aufsichtsratspositionen im Zuge des Generationswechsels heraus.

 

Michael Düsterberg
geboren 1952, wuchs in einem Familienunternehmen auf.
Die ­apetito AG, auf dem Gebiet der Gemeinschaftsverpflegung mit dem Schwerpunkt Tiefkühlkost tätig, wurde 1958 von seinem Vater gegründet. Er ist Rechtsanwalt und begann seine berufliche Laufbahn außerhalb des Familienunternehmens als Justitiar bei der Sparkasse Essen. Heute ist er Aufsichtsrats­mitglied und Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der apetito AG.
Otto W. Obermaier
Dipl.-Wirtschaftsingenieur Otto W. ­Obermaier, selbst aus einem Familienunternehmen stammend, leitet heute als langjähriger Partner die Beratung dieser Zielgruppe bei der führenden Personalberatung Spencer Stuart. Im Mittelpunkt stehen alle inhaberrelevanten Personal­fragen in Aufsicht und Führung. Vor der eigentlichen Besetzung bilden vertrauliche Workshops zur Konsenserarbeitung im Gesellschafterkreis oft die erste Phase der Beratung. Zusätzlich nimmt Herr Obermaier Beurteilungen interner Nachfolger vor und engagiert sich als Dozent in der Qualifizierung junger Gesellschafter.

A11 Zukunftssicherung durch nachhaltigen Wandlungs­prozess I René Große-Vehne, Dr. Christian Geßner, Dr. Axel Kölle
Das Thema Nachhaltigkeit hat in der gesellschaftlichen und damit der wirtschaftlichen & wissenschaftlichen Diskussion einen festen Platz eingenommen, dieser Platz wird sich zunehmend verfestigen. Was aber steckt genau hinter dem Themenkomplex Nachhaltigkeit, wie sind Nachhaltigkeitsmaßnahmen in Familienunternehmen auf Unternehmens- und Produktebene erfolgreich umzusetzen, intern und extern glaubwürdig zu kommunizieren und wer sind hierbei die wesentlichen Player?

Der Workshop gibt Ihnen konkrete Antworten auf diese Fragen. ­Erfahren Sie, wie sich Innovationen durch mehr Nachhaltigkeit reali­sieren lassen und welche Anspruchsgruppen die wesentlichen Treiber für den Wandlungsprozess Nachhaltigkeit – auch in Ihrem Unternehmen – sind. Neben den wissenschaftlich fundierten Instrumenten des ZNU (NachhaltigkeitsCheck, Nachhaltigkeits­standard und Hot-Spot-Analyen auf Produktebene) erhalten Sie durch den Impuls von Herrn Große-Vehne ein Beispiel aus der Praxis, wie das Thema Nachhaltigkeit in die Unternehmensabläufe inte­griert werden kann und sich so die Zukunft eines Unternehmens erfolgreich gestalten lässt.

 

René Große-Vehne
ist geschäftsführender Gesellschafter der Große-Vehne Spedition, die zur Kooperation GV Trucknet gehört, deren Vorsitz er ebenfalls inne hat. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 1100 Mitarbeiter und hat seine Schwerpunkte in den Bereichen Automotive, Food & Beverages, Papier, Textil und Systemverkehren und Versand-handel. Nach erfolgreichem BWL-Studium ist er 2005 in das elterliche Unternehmen eingestiegen.
Dr. Christian Geßner
ist seit zwölf Jahren in Forschung und Lehre zum Thema Nachhaltiges Wirtschaften an der Wirtschaftsfakultät der UW/H aktiv (Fokus: Messung von Nachhaltigkeit), seine weiteren Schwerpunkte liegen auf Nachhaltigkeit & Personal. Neben der gemeinsamen Gründung und Leitung des ZNU ist Dr. Christian Geßner mit Dr. Axel Kölle geschäftsführender Gesellschafter der fjol GmbH (in Kooperation mit der UW/H). Christian Geßner ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen.
Dr. Axel Kölle
ist gemeinsam mit Dr. Geßner Gründer und Leiter des ZNU – Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung der UW/H. Er ist seit zehn Jahren in Weiterbildung, Forschung und Lehre tätig. Seine Nachhaltigkeitsschwerpunkte sind Risikomanagement, Personal und Marketing. Dr. Axel Kölle ist darüber hinaus geschäftsführender Gesellschafter der fjol GmbH (in Kooperation mit der UW/H). Er ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen.

A12 „Nur die Veränderung ist das Beständige“ - Innovationsmanagement bei Freudenberg I Wolfgang Schneider, Dr. Matthias Messer
Spätestens seit Darwin wissen wir: Wer sich nicht anpasst oder anpassen kann, verschwindet von dieser Erde. So ist es auch mit Strukturen und Organisationen. Daher ist für die Freudenberg Gruppe fortwährende Innovation in allen Bereichen ausschlaggebend für langfristigen Erfolg.

Die Freudenberg Gruppe ist eine weltweit tätige Unternehmensgruppe in Familienbesitz, fokussiert auf maßgeschneiderte technologische und innovative Produkte sowie Dienstleistungen. In diesem, über mehrere Generationen gewachsenen, diversifizierten und dezentral organisierten Mischkonzern, stellen sechs Leitsätze das entscheidende Bindeglied dar. Einer dieser Leitsätze lautet „Innovation“.

Um den Leitsatz „Innovation“ bei der Freudenberg Gruppe zu verwirklichen, finden verschiedenste Innovationsaktivitäten, vor allem in den dezentralen Konzerngesellschaften statt. Es werden unter anderem aber auch teilkonzernübergreifend Trends und Ideen gesammelt bzw. systematisch generiert, die in neues Geschäft in den Konzerngesellschaften oder in unabhängigen Startups umgesetzt werden.

In diesem Workshop können Sie

• mehr über die verschiedenen Innovationsaktivitäten bei ­Freudenberg erfahren,

• den Weg von Trends und Suchfeldern zu neuen Geschäftsideen und deren Umsetzung erleben, sowie

• Erfahrungen und Entscheidungen an praxisnahen Fallbeispielen erarbeiten.

Wolfgang Schneider
ist CEO der Geschäftsgruppe Freudenberg New Technologies.
Er studierte in Wien Handelswissenschaften und bekleidete danach unterschiedliche Funktionen bei deutschen Großbanken. Seit 2002 verantwortete er in der Managementholding von Freudenberg die Bereiche Corporate Finance bzw. Mergers & Acquisitions. Für Freudenberg Sealing Technologies übernahm er in Frankreich von 2007 bis 2012 bei verschiedenen Gesellschaften die Position des CFO bzw. des Managing Directors.
Dr. Matthias Messer
beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Geschäftsideen für ­Freudenberg. Bis 2012 verantwortete er mit den globalen Abteilungen Future Technology und Lean Engineering das Innovationsmanagement, Technologiescouting, Entwicklungskooperationen sowie ausgewählte Vorausentwicklungsprojekte der Freudenberg Dichtungs- und Schwingungs­technik. Er promovierte am Georgia Institute of Technology und erhielt sein Diplom der TU Darmstadt im Fachbereich Maschinenbau.


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