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Freitag, 14. Februar 2014
08:00 UhrAnmeldung und Frühstück
09:00 Uhr
Eröffnung und thematische Einleitung durch die Schirmherrin Susanne Klatten ↓

Neuland – viele Menschen verbinden mit diesem Begriffen das Ungewohnte und Fremde. Neuland ist das Gegenteil des Althergebrachten und Vertrauten. Es beunruhigt uns, weil es nicht einfach vor uns liegt wie ein ruhiger See. Vielmehr kommt es auf uns zu, in vielerlei Gestalten: Als neue Technologie oder aufstrebender BRIC-Staat, als gesellschaftlicher Umbruch, klimatischer Wandel und politischer Konflikt mit globaler Wirkung.

Neuland – das ist für uns als Unternehmer die größte Herausforderung. Wir müssen in einer sich ständig verändernden, multipolaren Welt strategische Entscheidungen treffen. Die Unsicherheit ist unser ständiger Begleiter. Da lastet auch Druck auf uns: Mit unseren Entscheidungen verlassen wir das sichere Geflecht des Bestehenden und lassen uns auf Neues und Unbekanntes ein. Auf diese Weise müssen sich auch Unternehmen erneuern, sonst drohen sie bedeutungslos zu werden. Das ist ein Gesetz – in der Natur wie auch in der Welt der Wirtschaft.

Neuland – das ist auch die Schule des Lebens und seiner Chancen. In der Landwirtschaft bezeichnet Neuland das gewonnene, urbar gemachte Ackerland. Hier geht die Saat auf, hier werden Früchte geerntet. Wir können mit unseren Unternehmen an der Eroberung von Neuland wachsen: Wenn wir neue Technologien einsetzen, neue Produkte entwickeln, neue Kundengruppen und Märkte erschließen. Das kostet Kraft, denn im Bekannten steckt das Bewährte und damit ein Teil unserer Identität. Doch gerade für uns als Familienunternehmer gilt: Das Bewährte läuft Gefahr zu verkümmern, wenn es nicht immer wieder vom Neuen herausgefordert wird.

When was the last time you did something for the first time? – so lautet ein bekannter Werbeslogan. Ich lese diese Frage als Aufforderung, die Kraft eines Neuanfangs für sich und gemeinsam mit anderen immer wieder zu entdecken. Und ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 16. Kongresses für Familienunternehmen, dass sie aus der Eroberung des Neulands Tatkraft und Zuversicht schöpfen.

Ihre Susanne Klatten

09:45 UhrBegrüßung durch das Organisationsteam, das Präsidium der Universität und NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin
10:20 Uhr
Keynote Prof. Dr. Michael Braungart ↓

Die nächste industrielle Revolution

Man stelle sich eine Welt vor, in der die Industrie, jede ­Fabrik und jedes Gebäude, so verschwenderisch und nützlich ist wie ein Kirschbaum in voller Blüte. Eine Welt, in der Gebäude – ­genau wie Bäume – Solarenergie verwenden, Nahrung und Sauerstoff produzieren, Lebensraum für andere Lebewesen bieten und Wasser und Luft reinigen. Eine Welt ohne Abfall, in der die Menschen sich darüber freuen können, dass konsumfreudiges Verhalten für ihre Umwelt förderlich ist, ohne die Einschränkungen und Bemühungen, die das gegenwärtige Vermeiden, Reduzieren und Sparen „der Umwelt zuliebe“ mit sich bringen.

Das ist die Welt, die uns das von Michael Braungart und William McDonough entwickelte Cradle to Cradle®-Designkonzept eröffnet, indem es „öko-effektiv“ anstatt „öko-effizient“ ist. ­Diese Begriffe werden häufig fälschlicherweise synonym benutzt, es gibt jedoch einen großen Unterschied: Im Gegensatz zur Minimierung der Stoffströme bedeutet Öko-Effektivität die Neuerfindung von Produkten, sodass zyklische Stoffwechselkreisläufe erzeugt werden. Diese naturnahe Produktionsweise ermöglicht es, Materialien immer wieder neu nutzen, ohne dass ein Quali­tätsverlust stattfindet.

Es gibt zwei Kategorien von Cradle to Cradle®-Produkten: Sie können entweder als Verbrauchsgüter in biologischen Kreisläufen geführt werden, oder lassen sich als Gebrauchsgüter in technischen Kreisläufen wiederverwerten. ­Cradle to Cradle®-Design macht damit den heutigen Abfallbegriff überflüssig: Alle Gegenstände, mit denen wir tagtäglich zu tun haben, können als Nährstoffe für biologische oder technische Kreisläufe dienen. Dieses Designkonzept soll den Weg zu einem neuen Wirtschaftssystem bereiten, in dem ­Produkte und Prozesse nicht reglementiert werden müssen, um die Umwelt ­weniger zu schädigen. Im Gegenteil, mit ihrer positiven Wirkung auf Mensch und Umwelt sollen Cradle to Cradle®-Produkte sogar einen möglichst großen „ökologischen Fußabdruck“ hinterlassen.

11:00 UhrKaffeepause
11:30 UhrWorkshopeinheit A
13:30 UhrMittagsbuffet
14:30 UhrWorkshopeinheit B
17:00 UhrSektempfang
17:45 Uhr
Abendprogramm: Albert Schmitt (Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen) ↓

Albert Schmitt, Managing Director der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, stellt das einzigartige, zukunftsträchtige Unter­nehmerorchester vor. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist eines der international führenden Orchester und begeistert mit ihrem einzig­artigen Musizierstil weltweit das Publikum. Künstlerischer ­Leiter ist seit 2004 der estnische Dirigent Paavo Järvi. Bis­heriger Höhepunkt der Zusammenarbeit mit Paavo Järvi war das gemeinsame Beethoven-­Projekt. Weltweit wurde der auf CD erschiene­ne Zyklus von Publikum und Kritik hymnisch als maßstabsetzend gefeiert. Zurzeit konzentriert sich Die Deutsche Kammerphilharmonie ­Bremen mit Paavo Järvi ebenso erfolgreich auf das sinfonische Schaffen Robert Schumanns.

2008 erhielt Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen für die gelungene Verbindung von Unternehmertum und Kultur den ­renommierten Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Sonder­preis. Viele Unternehmen haben bisher die Gelegenheit genutzt, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen aus der Nähe kennen zu lernen. Begeisternde Vorträge und überraschende Lerntools geben Führungskräften eine neue Perspektive für ihre ­Arbeit durch Musik.

Die einzigartige Zusammenarbeit in den Projekten mit der ­Gesamtschule Bremen-Ost wurde seit Beginn mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, darunter 2007 mit dem „Zukunfts­award“ als „beste soziale Innovation“. Die Musiker verfolgen hier das Ziel, individuelles Wachstum – gerade, aber nicht nur in bildungsferner Umgebung – mittels Musik zu fördern. Der Staatsminister für Kultur hat das „Zukunftslabor“ der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen zum Modellprojekt ernannt.

19:00 UhrDinner
22:30 UhrBar & Band

Samstag, 15. Februar 2014
08:30 UhrFrühstück
09:30 Uhr
Keynote Paul Kohtes ↓

Mut und Anfängergeist - Von der Freiheit der Veränderung

Hohe Spezialisierung und fachliche Expertise reichen in den komplexen Märkten des 21. Jahrhunderts alleine nicht mehr aus, um erfolgreich zu sein. Nicht kalkulierbare Prozesse stellen Führungskräfte vor völlig neue Herausforderungen. Zukunfts­fähigkeit beginnt heute dort, wo Menschen in der Lage sind, den natürlichen Flow der Entwicklungen zu erkennen und ihn zu nutzen. Vernetztes Denken und kollaboratives Handeln sind die Schlüsselqualifikationen der globalen Ökonomie. Es geht ­darum, wieder Zugang zu den eigenen schöpferischen Ressourcen zu finden, ohne sich in Beliebigkeit zu verlieren. Wenn das gelingt, werden aus Führungskräften und Mitarbeitern authen­tische Persönlichkeiten, die nicht allein auf Herausforderungen, die sich im Geschäftsalltag zeigen, reagieren, sondern mit subtilem Gespür für das, was werden kann und will, die Dinge gestalten.

„Weitet man den Blick, so sieht man keine Grenzen“, sagt ein japanisches Sprichwort. Tiefe Einsichten in das Leben, die Welt und die eigenen Motivationen kann man jedoch nicht erzwingen. Deshalb liegt der wichtigste Zugang zu unserer Intuition in der Absichtslosigkeit, im „Loslassen“. Für Menschen im Arbeits­leben, die es gewohnt sind, anzupacken und durch planvolles Handeln ihre Ziele zu erreichen, mag das zunächst einmal eine Zumutung sein. Letztlich geht es darum, zu erkennen, was wirklich ist. Das klingt unspektakulär, hat es aber in sich. Den größten Teil der Gedanken, die jede Minute durch den Kopf jagen, verarbeitet unser Gehirn automatisch und unbewusst. Dieser Mechanismus ist sehr hilfreich, ermöglicht er uns doch

zielgerichtet zu handeln. Andererseits entwickeln wir durch ­diese Automatismen im Laufe unseres Lebens zunehmend ­blinde Flecken. Wir blenden Gefühle oder Gedanken, die in ­einer konkreten Situation nicht wichtig zu sein scheinen, unbewusst aus und verlieren letztlich den Zugang zu einer ganzheitlichen Wahrnehmung. Wie wird es uns aber möglich die „Wirklich-keit“ in all ihren ­Facetten zu erkennen? Indem wir innehalten. Wenn wir uns ­immer wieder Zeiten gönnen, in denen wir nicht zielgerichtet nachdenken. Dann kann unser Geist erfrischend leer werden, unser Blick weitet sich. Damit sich dieser Effekt einstellt, braucht es die Übung des Bewusstseins. Sobald wir wieder Chef über unseren Geist sind, werden wir immer öfter in der Lage sein, selbst im Trubel des Tagesgeschäfts, die Welt mit einer befreiten Aufmerksamkeit zu betrachten. Aus dieser Haltung der Unvoreingenommenheit können wir Neuland betreten – oder auch frei entscheiden, es zu lassen! Denn in dieser Bewusstheit arbeiten wir uns nicht mehr an dem ab, was vielleicht nicht mehr funktioniert, sondern handeln aus einer feinen Wahrnehmung für das, was sich entfalten möchte.

10:30 UhrWorkshopeinheit C
12:30 UhrMittagsbuffet
13:30 Uhr
Studie und Podium ↓

Wachstum und Langlebigkeit von Familienunternehmen

m Rahmen des 16. Kongresses für Familienunternehmen stellt das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) gemeinsam mit der PricewaterhouseCoopers AG exklusiv eine deutschlandweite, praxisnahe und praxisrelevante Studie zum Thema Wachstum und Langlebigkeit von Familienunternehmen. Die Autoren der Studie untersuchen, ob und wie bestimmte „Familien­faktoren“ das Wachstumsmuster bzw. den Wachstumsverlauf von Familienunternehmen beeinflussen. Dabei wird unter anderem den folgenden Fragen nachgegangen:
Wachsen Familienunternehmen anorganisch, organisch, auf internationalen Märkten oder regional? Wie beeinflussen die Governance-Strukturen das Wachstums­muster bzw. den Wachstumsverlauf von ­Familienunternehmen? Lassen sich Unterschiede zwischen Generationen beobachten? Das Ziel der Studie ist es, Best‐Practice-Beispiele für Familien­unternehmen bezüglich der Gestaltung von Governance‐Stukturen und Wachstumsstrategien darzustellen. Diese werden im Rahmen einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion exklusiv auf dem 16. Kongress für Familienunternehmen vorgestellt und diskutiert.

Vorstellung der Studienergebnisse durch Prof. Dr. Andrea ­Calabrò und Dr. Tom A. Rüsen

15:30 UhrAusklang